E-Wurf aus spezieller jagdlicher LZ (*31.01.2011)

GB FTCh. Waterford Fergus

HD 4-5, ED 0/0, RD/HC/PRA frei ’11, prcd-PRA/CNM clear – Qualified IGL Retriever Championship 2010, Routledge Rank Trophy 2011

DRC-Arb.-Ch. Gunsight’s Brown Linnet

HD B2, ED 0/0, RD/HC/PRA frei ’10, prcd-PRA/CNM/EIC clear – WT, JEP/S, JP/R, BLP/R, Btr, PnS, SRP, VPS m.Fu., RGP, R/SwP, VFSP20, Working Tests, Cold Game Tests, Field Trials Open

Am 03./04. Dezember 2010 wurde DRC-Arb.-Ch. Gunsight’s Brown Linnet (*2003) von Jayne Coley’s GB FTCh. Waterford Fergus (*2006) in England gedeckt. Wie ihr Wurfbruder Int. FTCh. Gunsight’s Bracket war auch Linn eine freundliche Hündin mit stabilem Wesen, die sich nicht nur vielfach auf Prüfungen Wild und Dummys, sondern auch auf Niederwildjagden und bei der Nachsuche auf Reh und Sau bewährt hatte.
Fergus war ein optisch sehr ansprechender Rüde mit freundlichem, sanftem Wesen. Im Feld überzeugte er sowohl mit seinem ausgeprägtem Style und seinen Arbeitsqualitäten, als auch mit seiner Gelassenheit. Er erhielt viele Field Trial Awards und im Zuge dessen 2011 auch die Routledge Rank Trophy des englischen Kennel Clubs.

Bereits am 59. Tag zeigte Linn morgens den klassischen Temperaturabfall – ein Anzeichen dafür, dass es in den nächsten Stunden losgehen würde. Zwei Stunden später überraschte sie mit kräftigen, aber erfolglosen Presswehen. Die klinische Diagnose lautete „sekundäres Geburtshindernis in Form einer massiven Sakralisierung mit Beschwerden bei Beckenkippung“. Faktisch hieß dies, dass eine natürliche Geburt durch Zubildungen im Lenden- und Schwanzwirbelbereich mit einigen Risiken behaftet gewesen wäre. Der darauffolgende Kaiserschnitt verlief problemlos und die sechs Welpen erwiesen sich als sehr agil und beinahe schwergewichtig (zwischen 427g und 515g). Zwei der Rüden wiesen eine Farbabweichung in Form einer „black and tan“ Zeichnung auf. Wie die Geschichte der Rasse zeigt, entstand der Labrador aus einer Vielzahl von Rassen, die ursprünglich entweder zur Fixierung bestimmter Eigenschaften gezielt oder, wie gerade in den Anfangsjahren der Rasse, in Ermangelung ausreichender Zuchttiere eingekreuzt wurden. Leicht erkennbare Hinweise darauf treten von Zeit zu Zeit in Form von bestimmten Farbabweichungen auf. Sie beeinträchtigen weder die Gesundheit oder Lebensqualität, noch andere labradortypische Eigenschaften, aber sie entsprechen natürlich nicht dem Standard und führen demnach zum Zuchtausschluss. Namensthema des E-Wurfes waren schottische Flüsse und Lochs. Bemerkungen zu den Welpen und der Aufzucht aus dem Wurfabnahme-Bericht: „Ausgezeichneter Pflegezustand der Mutterhündin, deutlich zurückgebildetes Gesäuge. Liebevolle und vor allem sehr prägeintensive Aufzucht mit direktem Familienanschluss.“

Drei der sechs Welpen wurden jagdlich geführt und ins Deutsche Gebrauchshundestammbuch des JGHV eingetragen. Zwei der Welpen nahmen mehrfach erfolgreich am German Cup teil. 2015 erreichten die Geschwister Gunsight‘s Elliot und Gunsight’s Eskin im Team mit Gunsight’s Dotted Clay beim IWT 2015 in Konopiste (CZ) den 2. Platz. 2016 erhielt Gunsight’s Elliot den DRC-Arbeitschampion-Titel. Beim IWT 2018 in Molinella (I) errang sein Team in einer anderen Konstellation erneut den 2. Platz. Gunsight’s Esragan steht seit April 2012 als Einsatzfähiger Drogenspürhund im Dienst des Kantons Bern.

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