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Glossar Q bis Z
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Rassestandard
Der Rassestandard wird im jeweiligen Ursprungsland
der Rasse erarbeitet und beschreibt deren Idealbild. Er hat offiziellen
Charakter und ist Grundlage für die Beurteilung im Ausstellungsring.
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Runner (engl.)
| Als "Runner" (dt. Läufer)
bezeichnet man ein Stück angeschossenes Feder- oder Haarwild,
das sich flüchtend entfernt. Ein Runner sollte, um dem Tierschutzgedanken
und der Waidgerechtigkeit Rechnung zu tragen, immer sofort gearbeitet
werden. |
Run-off (engl.)
| Der "Run-off" (dt. das Stechen)
ist die Endausscheidung der besten Hunde des Tages. |
Schleppe
| Eine Schleppe ist eine künstlich angelegte
Spur mit der die Fluchtfährte eines angeschossenen Stück
Niederwildes simuliert wird. Der Schleppenleger legt mittels eines
Stücks kalten Feder- oder Haarnutzwildes einen künstlichen
"Anschuss" an und zieht das Stück von diesem Punkt
aus einige hundert Meter hinter sich her. Am Ende der Schleppe legt
er das Stück ab. Der Schwierigkeitsgrad kann durch die Anzahl
der Haken (Richtungsänderungen), die Art des Geländes und
die Länge der Strecke variieren. |
Schussempfindlichkeit
| Der Hund reagiert unsicher auf Schüsse.
Seine Reaktionen können vom Schutzsuchen bis hin zur Arbeitsverweigerung
reichen. |
Schusshitzigkeit
| Das Gegenteil von Schussscheue. Der Hund
reagiert mit einer sehr großen Erwartungshaltung auf Schüsse.
Schusshitzigkeit entsteht i.d.R. durch unsachgemäßes Training. |
Schussscheue
| Das Unvermögen des Hundes, den Schussknall
zu ertragen. In der Regel entzieht er sich der Situation durch Flucht.
Für einen Jagdhund ist Schussscheue ein schwerer Wesensfehler. |
Schwerer Fehler
| Macht ein Hund während einer Prüfung
nach FCI-Reglement einen schweren Fehler, so kann er nicht mehr mit
der Qualifikation "vorzüglich" bewertet werden. Zwei
schwere Fehler führen zum Ausschluss des Hundes aus der Prüfung.
Als schwere Fehler gelten beispielsweise: Unselbständigkeit des
Hundes, lautes Handling des Führers, First Dog Down, unruhiges
Verhalten des Hundes, schlechte Kontrollierbarkeit, schlechtes Markieren,
schlechtes Fußlaufen, nachlässiges Apportieren, langsames
Arbeiten mit wenig Initiative oder ein einmaliger Eye Wipe. |
Showlinie
| Hunde, die nicht speziell für den Arbeitseinsatz,
sondern für die erfolgreiche Teilnahme an Ausstellungen gezüchtet
werden. |
Single mark (engl.)
| Einzelmarkierung; siehe "Markierung". |
Speed (engl.)
| Bezeichnet die Arbeitsgeschwindigkeit des
Hundes. |
Standtreiben
| Helfer bzw. Treiber durchstöbern laut
rufend und lärmend ein Gelände mit dem Ziel, sich drückendes
Wild hochzumachen. Schützen, Hunde und Hundeführer stehen
am Rand des Treibens und beobachten ruhig und konzentriert das Geschehen.
Nach Beendigung des Treibens beginnt das Einsammeln der erlegten Stücke. |
Steadiness (engl.)
| Steadiness (dt. Standruhe) umfasst sowohl
das unangeleinte, ruhige und konzentrierte Verharren des Hundes an
Seite seines Führers, als auch eine allgemeine Nervenfestigkeit.
Winseln oder Bellen führen bei allen nach englischer Art durchgeführten
Retrieverprüfungen zum sofortigen Ausschluss. |
Style (engl.)
| Bezeichnet die Art und Weise, wie der Hund
arbeitet und drückt sich u.a. darin aus, wie er das Gelände
annimmt, absucht und dabei seine Nase einsetzt. Ein eindeutiges Zeichen
ist auch die Intensität seiner Tail Action. |
Tail action (engl.)
| Rutenaktion bzw. das Schwanzwedeln des Hundes
beim Arbeiten als Ausdruck seines Styles und seiner Arbeitsfreude. |
Tauschen
| Der Hund kommt mit einem gefundenen Stück
nicht auf schnellstem Weg zum Führer zurück, sondern tauscht
es gegen ein anderes Stück aus, wobei er das erstgefundene Stück
liegen lässt und das zweitgefundene Stück bringt. |
Timing (engl.)
| Das Timing (dt. Wahl des günstigsten
Zeitpunkts) ist der Dreh- und Angelpunkt für eine erfolgreiche
Kommunikation zwischen Hund und Mensch. Nur wenn im richtigen Moment,
also während oder unmittelbar nach dem entsprechenden Verhalten
(innerhalb einer Zeitspanne von max. 2 Sekunden!), eine Bestätigung
oder Korrektur erfolgt, kann der Hund diese auch mit dem gezeigten
Verhalten in Zusammenhang bringen. |
Totengräber
| Der Hund trägt seinem Führer ein
gefundenes Stück Wild nicht zu, sondern vergräbt es. Ausscheidungsfehler. |
Walk up (engl.)
| Bei einem "Walk Up" wird eine
Streifjagd simuliert. Mehrere Hundeführer, die Richter und oft
auch die Schützen gehen in einer Linie (engl. Line) langsam über
das Gelände. Aus dieser Linie heraus wird hochgemachtes Feder-
oder Haarnutzwild geschossen und von den Hunden als Markierung oder
Blind gearbeitet. Bei Prüfungen mit Dummys wird das geschossene
Wild mit Hilfe von Dummys simuliert. |
Verbellen
| Beim Verbellen wird erwartet, dass der Hund
bei einer gefundenen Person oder einem gefundenen Stück Wild
verbleibt und dort solange gleichmäßig, hochfrequent und
gut hörbar bellt, bis der Hundeführer bei ihm ist. |
Warmes Wild
| Niederwild, das unmittelbar vor dem Apport
des Hundes auf der Jagd erlegt wurde. |
Wesenstest
| Um den Wesensstandard zu erhalten, kommt
der wesensmäßigen Selektion der Zuchthunde eine besondere
Bedeutung zu. Der Labrador sollte sich in allen Alltagsituationen
sicher und unerschrocken verhalten. Dies gilt sowohl im Umgang mit
fremden Menschen, als auch bei Konfrontation mit optischen oder akustischen
Reizen. |
Whining (engl.)
| Jaulen, winseln; der Hund winselt beim
Warten oder während der Arbeit. (Ausscheidungsfehler) |
Will to please (engl.)
| Ein Hund mit "Will to Please"
(dt. der Wille zu gefallen) arbeitet gerne mit seinem Führer
zusammen und hält mit ihm Kontakt, ohne zu abhängig zu sein. |
Working Gundog Certificate (engl.)
| Ziel des "Working Gundog Certificates"
ist es, anhand möglichst jagdnaher Situationen zu bewerten, ob
der Ausbildungsstand des Hundeführers und des Hundes den jeweiligen
Anforderungen im praktischen Jagdbetrieb entspricht. Es werden keine
Platzierungen vergeben, sondern nur ein einfaches "Bestanden"
oder "Nicht bestanden" für jede der gestellten Aufgaben. |
Workingtest (engl.)
| Der Working Test kommt ursprünglich
aus England, wo er entwickelt wurde um den Leistungsstand der Hunde
auch außerhalb der Jagdzeit erhalten oder verbessern zu können.
Ziel ist es, möglichst jagdnahe Situationen mit Hilfe von Dummys
nachzustellen. Die einzelnen Aufgaben eines Working Tests sind nicht
in einer Prüfungsordnung festgelegt, sondern werden kurz vor
Beginn von den Richtern unter Berücksichtigung der Geländegegebenheiten
festgelegt. Es wird in unterschiedlichen Leistungsklassen gestartet. |
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