News & Results Special Events Training mit Mike Mulch
 

Seminar mit Mike Mulch (NL)

- nicht nur - für die D-Gang

am 13. und 14. September 2008

 

Das Puppy-Seminar aus Sicht dreier Teilnehmer

Jörg Mente mit "Gunsight's Dash"

Mike lehnt ein "Training" von Welpen im Alter von 5 ½ Monaten konsequent ab. Damit befindet er sich in der Tradition englischer Trainer. Im Haupt-Unterschied zu diesen, hält Mike den Welpen jedoch überwiegend im Haus bzw. in der Familie. Ausgehend von der Prämisse , dass der Welpe zu diesem Zeitpunkt zwar besonders prägsam, aber noch nicht "ready in mind" ist, rät Mike:

den Führerkontakt aufzubauen und zu vertiefen
... oder mit seinen Worten: vom Spinnweb-Faden zum Seil! Der Führer soll für den Welpen Held oder Abgott sein. Kontakt zum Führer ist für den Welpen Belohnung genug (keine Häppchen nötig). Auch schon ein kurzer Augenkontakt bedeutet Aufmerksamkeit und kann den Welpen bestätigen bzw. Sicherheit beim Erkunden der Umwelt geben.

"Schlechten" Erfahrungen vorzubeugen
... die das spätere Endziel der Abrichtung erschweren und "bad habits" werden könnten. Zu letzterem gehört in diesem Alter vor allem, ...
dass schon der Welpe keine eigenen "Kommandos" durchsetzen darf (Beispiel: Maunzen im Kennel)
dass der Welpe keinesfalls erfahren darf, dass er sich dem Führer entziehen kann.
dass der Welpe seine positiven Erfahrung möglichst nur im Führerkontakt machen soll (die dafür erforderlichen konditionierten Bedingungen schließen für Mike ein "Spazierengehen" aus).

Noch keinerlei Druck aufzubauen!
Wie z.B. beim Warten lassen


Reif für das Training sind die Welpen - nach Mike und in Abhängigkeit vom individuellen Entwicklungsstand - erst im Alter zwischen 7 und 10 Monaten. Konsequenterweise gab es für die D´s also dieses Mal kein Training im engeren Sinne!

Mike ließ lediglich jeden Führer seinen Welpen einzeln aus dem Auto holen und auf die Hüttenwiese gehen. Besonderen Wert legte Mike dabei auf die Überprüfung der Bindung, die alle Welpen in gutem Maße zeigten. Für die Bestätigung der Bindung reichen für einen Welpen nach Mikes Meinung in vielen Fällen kurze Augenkontakte aus, also keine "Dauer-Beschallung"!!

Im Alter der D-Welpen ist als Betätigungsfeld z.B. die "kleine Suche" möglich - wenn garantiert ist - dass der Welpe nicht mit der Beute wegläuft. Achtung : die Beute beim Kommen niemals sofort abnehmen!
Sollte der Welpe dem präsentem Führer doch einmal mit der Beute "entkommen": Keinesfalls nachlaufen!!
Tipp: Misserfolge ignorieren, aber bei späterem erneutem Versuch den Ort wechseln.
Für die Demonstration nutze Mike nutzte ca 2 m² Altgras, gut abgegrenzt und unter Verwendung von drei Tennisbällen. Einer davon war vom Führer aus 1m Entfernung einzuwerfen. Mike beurteilte es positiv, wenn der Welpe nach dem ersten Stück das "Gelände" selbstständig wieder annahm und absuchte.

Ausblick auf die nächsten Wochen und Monate:
Erste "Basics" (z.B. Halten, Ausgeben, Fuß) sollten ohne Ablenkung, aber gleichzeitig auch ohne zu langweilen (bei Fuß gehen wie "Dog-Dancing" gestalten :-)) in heimischem Gelände angegangen werden, also im Garten oder Haus.
Für die "Basics" werden die geplanten Pfeif- oder Verbal-Kommandos als Begleitung des richtigen Tuns implantiert, keinesfalls aber als Aufforderung dazu!
Beispiele:
Hund kommt zurück : das Kommen wird vom Komm-Pfiff begleitet
Hund setzt sich (freiwillig) : Wir bestätigen dies mit dem Kommando "Sitz"
Hund findet: "Findepfiff" ertönt, der später als Suchenpfiff benützt wird

Corinna Neumann mit "Gunsight's Dusted Skipper"

"Mike lehnt das Training von Welpen im Alter unserer Ds (5 1/2 Mon.) ab. Retrieving im Welpenalter ist für unsere Hunde grundsätzlich nicht notwendig, weil- den guten Stammbaum vorausgesetzt - die Retrieving-Fähigkeiten aus seinen Genen sicher abgerufen werden können.

Bei Mike beginnt mit dem Training, je nach Hund, zwischen 7 und 10 Monaten. Folglich gab es statt der erwarteten Übungen, jede Menge Informationen oder nennen wir es besser:

Mike's Magic Messages

Seine zentrale Botschaft ist, sich auf den Kontakt/ Bindungsaufbau zu unserem Hund zu konzentrieren. Als Bild hat Mike immer wieder die Entwicklung von einer fragilen Spinnwebe hin zu einer stabilen, schwer zerstörbaren Ankerkette benutzt. Der Weg dorthin muss immer wieder überprüft werden bzw. wird immer wieder Prüfungen unterzogen.

Die Körpersprache von Mike ist auffallend ausgeprägt und seine wichtigste Führungsfunktion.

 

Sei im Training ruhig und entspannt!
Verhindere auf alle Fälle ein schlechtes Benehmen Deines Hundes!
Übe keinen mentalen Druck aus!
Vermeide körperliche Einwirkungen als Korrektur!
Mache Dir immer bewusst, welches Ziel Du mit deinem Hund erreichen willst, denn darauf richtet sich Dein Training aus - "train not try"!
Sei immer vorbereitet auf mögliche Aktionen Deines Hundes - Antizipation!
Sei schneller als Dein Welpe!
Beobachte die Eigenschaften und das Verhalten deines Hundes - (so wie er auch dich beobachtet, was nicht zu unterschätzen ist!) Nutze diese Erkenntnisse für Dein Training!
Für einen Wettbewerbserfolg setzte Dir die höchsten Standards im Training!
Wettbewerbs -bzw. Erfolgsdenken beginnt im Moment der Trainingseinheit!
Stoppe die Trainingseinheit auf dem Erfolgshöhepunkt!
Ständiges Überprüfen der Bindungsstärke zum Welpen.
Bei MisserfolgenüÜberprüfe immer Dein eigenes Verhalten / Versagen!

happy handler = happy dog = happy handler = happy handler = happy dog = happy handler...

Aber: "All fun in your dogs life comes from you!"

Der Welpe/ Hund soll den Hundeführer grundsätzlich anhimmeln und vergöttern. Kontakt zum Führer ist Belohnung genug (keine Häppchen nötig). Aufmerksamkeit kann auch schon ein kurzer Augenkontakt sein und den Welpen in seinem Tun bestätigen oder ihm z.B. Sicherheit beim Erkunden der Umwelt geben.


Konsequenzen aus unserer Sicht, weil vermutlich nicht jeder von uns die Bedingungen von ideal herstellen kann oder will:
Der Welpe soll seine positiven Erfahrung möglichst nur im Führerkontakt machen.
Klassiches "Spazierengehen" muss ausgeschlossen werden.
Schon der Welpe darf keine Kommandos durchsetzen (Beispiel: Maunzen im Kennel).
Leinenführigkeit im Welpenalter wird von Mike nicht gefordert - die Randbedingungen der Lebensführung müssen aber in Betracht gezogen werden ( Stadtwohnung/ Autoverkehr).
Der Welpe darf nicht ("never/ ever") erfahren, dass er sich dem Führer entziehen kann!


So, nun zum Praktischen an diesen beiden Tagen:

1. Aktion:

Mike ließ jeden Führer seinen Welpen einzeln aus dem Auto holen und die Hüttenwiese begehen. Wert legte Mike auf die Überprüfung der Bindung, die alle Welpen zeigten. Für die Bestätigung des Bindung reichen für einen Welpen nach Mikes Meinung kurze Augenkontakte aus, also keine Dauer-Beschallung, mehr bodylaguage s.o.

2. Aktion

Im aktuellen Alter der D-Welpen ist als Betätigung "kleine Suche" möglich. Hier sagte Mike voraus, dass es zwei Typen von Hunden geben wird: die "ballkeeper" und die "ballbringer" - was sich bestätigte.

Für die Demonstration nutzte Mike ca 2 m² Altgras, gut abgegrenzt, mit 3 Tennisbällen. Einer davon war vom Hundeführer aus 1 m Entfernung einzuwerfen.


Wenn abzusehen ist, dass der Welpe mit dem Ball kommt, ihn nicht gleich abnehmen. Falls der Welpe dem Hundeführer dennoch "entkommt" ("always be prepared"!): Keinesfalls nachlaufen! Misserfolge ignorieren und bei späterem erneutem Versuch den Ort wechseln. Training immer in Schleifen vollziehen. Bei Misserfolg, eine Stufe zurück (besser gar nicht erst zum Misserfolg kommen lassen) und erneut mit Erfolgserlebnissen aufbauen.

"Train not try!"

Erstes Lining

Aufbau (an einem Ort über mehrere Tage)
Warten lassen, Zurückgehen, Abstand ca. 2 m, später Viertelkreis und den Hund gehen können
Angeleint gehen, Dummy ablegen, Zurückgehen, Schicken
Warten solange Führer geht und ablegt, nach Rückkunft des Hundeführers Hund Schicken
Blind

Körpersprache ist extrem wichtig - nach Mikes Meinung reichen 10 Worte aus
Die sichtbare Hand zeigt immer Aktion an, deshalb Hände in inaktiven Zeiten in der Tasche lassen."

Birgit Drebenstedt mit "Gunsight's Dotted Clay"

"Nach einem schönen und interessanten Sonnabend, wollten wir wieder früh aufbrechen, in das Revier von Jörg. Wir machten uns alle zeitig startklar. Als ich früh mit meinen Hunden auf dem Weg zur Hundewiese war, bot sich für mich der gleiche Anblick, wie am Sonnabend früh. Edith saß schon munter und "abgefrühstückt" am Frühstückstisch. Sie war wieder aus ihrem Bett gefallen, mit großer Freude berichtete sie, dass sie eine ganze Stunde länger schlafen konnte. Komisch, um 7 Uhr war sie schon wieder fertig und leistete uns aber noch Gesellschaft. Pünktlich um 8 Uhr startet die Wagenkolonne in Richtung Revier. Am Sonntag merkte man schon sehr zeitig, dass der Wettergott es etwas besser mit uns meinte.

Die Hüttenwiese präsentierte sich im Morgentau und die ersten Sonnenstrahlen kamen durch den Wald. Wir wollten keine Zeit verlieren, eine kurze Lagebesprechung, was uns heute erwartete und schon ging es los mit der "Welpengruppe". Um die Welpe in der Gruppe nicht zu überfordern, blieb die D-Gang auch am zweiten Tag überwiegend im Auto. Mike wiederholte zunächst noch ein paar Dinge von Sonnabend. Er wies mit Nachdruck erneut darauf hin, dass der Bindungsaufbau im Moment das Wichtigste in diesem Alter sei. Da er das Training frühestens mit sieben bis neun Monaten beginnt, zeigte er uns alle Basics in der Theorie auf. Frei nach dem Motto "Training, nichts versuchen"! Trotz meiner mageren Englischkenntnisse, naja nach 12 Unterrichtsstunden ist es eben noch nicht perfekt, konnte sogar das "Train, don´t try!" verstehen. An dieser Stelle im übrigen ein herzliches Dankeschön an meine Privatdolmetscher Harald, Jörg und vor allem an Jörgs Tochter Edith, die obwohl "hundelos", das ganze Wochenende aufmerksam mit dabei war. Danke! Glück hatte ich auch ein wenig, da Mike´s Deutsch besser war, als mein Englisch und im Gespräch zu zweit, habe ich dann auch alles verstanden.

Als neues Basic kam am Sonntag der Aufbau des Fusslaufens hinzu. Wichtig ist dabei, dass die Ablenkung anfangs nicht zu gross ist und das Training so gestalltet ist, dass keine Langeweile aufkommt. Also immer nur kurze Einheiten! Zur Demonstration führte uns Mike seinen eigenen Rüden "Skipper" vor. Es war faszinierend zu sehen, wie Skipper sein Herrchen anhimmelte und ihm gelassen unter stetigen Augenkontakt folgte. Mike zeigte uns, wie man mit eindeutiger Körpersprache leichter zum Ziel kommt. Kurzzeitig hätte man denken können, dass es sich mehr um eine Tanz-Choreographie handelt, denn um Fussarbeit. Leider war die Zeit für die Welpen viel zu schnell vorbei. Obschon unsere Hunde überhaupt nicht in Aktion waren, haben wir Hundeführer um so mehr gelernt.

Es war ein super schönes Wochenende und toll, einmal alle Welpen mit ihren neuen Familien kennen zu lernen. Danke, liebe Anja, dass du alles so super organisiert hast. Auch wenn die Organisation dieses Wochenendes erst unter einem sehr schwierigen Stern stand. Wir haben davon nichts gemerkt, was wir letztendlich auch Barbara und Jörg mit zu verdanken haben. Danke, dass ihr spontan euer Revier und natürlich auch eure schöne Hütte zu Verfügung gestellt habt. Selbst Anjas bedenken, dass wir alle Not leiden müssen, hat sich nicht bestätigt. Ich glaube wir hätten mit unseren Picknickzutaten noch ein weiteres Wochenende ausrichten können.

Es hat viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf das nächste Treffen mit Euch!"

Das Novice-Seminar am Samstag - Thema: Aufbau einer geraden Linie

"Die Hundeführer gehen mit ihren Hunden im Gänsemarsch - Vorteile: 1. weniger Druck und 2. Vorgabe einer klaren Linie - auf einen bestimmten Punkt zu. Dort werden Dummies ausgeworfen bzw. ausgelegt. Dann kehren die HF zum Ausgangspunkt zurück. Nur wer bis dato ordentlich bei Fuss geht und ruhig ist, darf ein Dummy holen.
Im weiteren Aufbau kann man zwei Fallstellen im maximal 90 Grad-Winkel anlegen, wobei immer dasjenige Dummy zuerst gearbeitet wird, auf das der Hund gerade nicht fixiert ist.

Wichtig: "Train - not try!"

die Distanzen so wählen, dass der Hund immer zum Erfolg kommt
den Hund erst schicken, wenn er Kontakt zum Führer hat (der Hund also weiss, worin die Aufgabe besteht.)
das "Goal" (sprich Ziel) im Auge behalten: was ist das Ziel der Aufgabenstellung? Was soll mein Hund dabei lernen. Das heisst im Klartext: soll er lernen geradeaus zu laufen, ist in diesem Momant beispielsweise die Ausgabe des Dummies zweitrangig. Sollte sie nicht ordentlich erfolgen, ist sie in einer separaten Einheit zu trainieren.

Weiterer Aufbau: "Voran" über mehrere Geländerübergänge

Die HF gehen mit ihren Hunden zur Fallstelle. Wichtig ist dabei Mikes Meinung nach, dass der Hund einen Eindruck von dem Bild bekommt, das er später alleine (also ohne Führer) sieht, wenn er auf das Dummy geschickt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig mit dem Hund in direkter Linie auf die Fallstelle zuzulaufen. Soll der Hund die direkte Linie annehmen, sind sämtliche Unwägbarkeiten (die wir erkennen können) aus dem Weg zu räumen.
In einem zweiten Schritt kann ein weiterer Geländeübergang (Hecke, Wiese, Acker, Wald) eingebaut und der Hund erneut geschickt werden. Im nächsten Schritt könnte zusätzlich noch eine Ablenkung vorangestellt werden.

Wichtig: bei allen Aufbauvarianten niemals das Ziel aus den Augen verlieren!

Der Hund sollte im Training immer vom Hundefhrer unterstützt werden, d.h. beispielsweise Suchen-Pfiff, wenn er im Suchengelände angekommen ist, Komm-Pfiff für das schnelle Zu-rückkommen. Mike gibt dem Pfeiffsignal gegenüber dem verbalen Kommando den Vorzug. Aus seiner Sicht wirkt ein verbales Kommando auf der Jagd oder an einer Prüfung für die umstehenden Personen störend. Der Pfiff ist dagegen für den Hund auch in Entfernung gut verständlich."

Thomas Zeller & "Red-Summer vom Fichtenhorst"

Das Open-Seminar

Auch bei den Open-Hunden stand das Thema "Linie gehen" - auch unter Ablenkungen - im Mittelpunkt.

Mike erinnerte uns vorab an einige zentrale Dinge, die ich mir gerne hätte alle merken wollen. Ich hoffe, ich habe noch einige richtig im Kopf behalten.

Nicht das Dummy ist das Ziel, sondern der Weg dorthin!
Deshalb: konzentriere Dich und lese Deinen Hund, bevor du ihn schickst oder auch "Clear the dogs head!"
Memories bedeuten für Mike nicht eine gerade Linie zu gehen, sondern nur das Abrufen der Erinnerung an ein ausgelegtes Dummies.
Wenn der Hund zu früh in den "Suchenmodus" gerät, bedeutet dies, dass er die Aufgabe nicht vollständig verstanden hat.

Das Ableinen und das Hände aus der Tasche nehmen soll für den Hund nur eines bedeuten: jetzt beginnt die Arbeit. Auch bei jungen Hunden sollte bereits früh mit Ablenkungen gearbeitet werden - allerdings zunächst in entgegengesetzter Richtung! Später kann der Winkel immer mehr verkleinert werden. Wichtig ist jedoch, dass der Erfolg immer garantiert ist: "train not try!". Grosse Bedeutung hat für Mike dabei die Körpersprache des Führers: "dogtraining = bodylanguage". Dem Hund muss vollkommen klar sein, zu welchem Punkt er gehen soll. Auch der Open-Hund sollte im Training stets durch den Suchen- und Kommpfiff bestätigt werden.

Sollte einmal etwas nicht klappen, sollte der Führer nicht versuchen den Hund auf irgendeine Weise zum Dummy zu handeln, sondern er sollte die Aufgabe mit kürzeren Distanzen neu aufbauen. Ein Fehler beim Aufbau des "Voran" bedeutet, mindestens zwei Schritte zurückzugehen.

Die Aufgaben im Einzelnen

Unsere erste Aufgabe war ein Blind in ca. 60m Entfernung mit einem Mark als Ablenkung, welches jedoch nicht gearbeitet wurde und in einem 45 Grad-Winkel fiel. Das Blind lag in einer Wegbiegung vor einem lichten Laubjungwuchs. Vor uns lagen ein paar Baumstämme, die die Hunde auf der Linie überwinden mussten. Der Wald zog die Hunde magisch an und erschwerte das Halten der Linie. Wichtig war es, den Hund auf den Zielpunkt zu fokussieren, bevor er geschickt wurde.

 

Vor der Mittagspause gab es noch eine weitere Aufgabe auf einer langgezogenen Wiese mit angrenzendem Acker. Dabei wurden weite Memories mit Ablenkung gearbeitet. Zum Auslegen der Memories wurde in einer Linie bis ans Ende der Wiese gegangen. Mike ging dann noch einige Meter weiter auf dem Acker und warf die Dummies mit Schuss. Anschließend wurde in der Linie zurückgegangen, jedoch über den Anfangspunkt hinaus bis die Entfernung letztlich ca. 150 Meter betrug. Währenddessen übte Matthias linkerhand bereits die passende Wurftechnik für die Ablenkung, die in einem weiten Bogen fliegen sollte. Rechts war zusätzlich eine weitere, kürzere Markierung geplant.
Jedes Gespann ging zunächst mit Mike ein Stück frei bei Fuss, wobei zunächst die linke und dann die rechte Ablenkung geworfen wurde. Als Erstes sollte nun das lange Memory und daran anschließend die rechte Markierung gearbeitet werden. Der arme Matthias musste also die ganzen, kunstvoll ausgeworfenen Dummies auf der linken Seite, wieder selbst aufheben.
Natürlich habe ich vergessen die größte Ablenkung zu erwähnen, denn CRACKER war, wie bei fast allen Seminaren, wieder einmal läufig.

Nach dem Mittagessen gab es noch für die Novice- und die Open-Hunde einen Mock-Trial. Beim Walk Up der Novice-Gruppe wurde nach vorne und hinten gearbeitet, wobei jedes Dummy von jedem Gespann markiert werden sollte, was in dem anspruchsvollen Jungwuchs-Gelände nicht gerade einfach war.

Für die Open-Hunde wurden die Distanzen erhöht und etwaige Winkel verkleinert. Zum Abschluss gab es für jede Gruppe noch einen Drive, wobei ein fleißig arbeitender, schwarzer, hochbeiniger Spaniel namens Haste für ausreichend Nervenkitzel sorgte! Nach dem Drive wurden die Open-Hunde auf einige zuvor ausgelegte Blinds geschickt."

Doris Zeller & "Gunsight's Bean Cracker"

 

Weitere Impressionen


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