News & Results Special Events Skiurlaub Thyon 2005
 

08. - 22. Januar 2005:

Lieber Kunstschnee als Naturstein - oder unser heiß ersehnter, alljährlicher Skiurlaub in Les Collons/ Thyon 2005

Unser Skiurlaub in Les Collons stand dieses Jahr ganz unter dem Motto "lieber Kunstschnee als Naturstein", was unserer berühmt-berüchtigten Euphorie allerdings keinen Abbruch tat. Denn was die Schneemengen zu wünschen übrig ließen, machte der unermüdliche Sonnenschein mit Temperaturen zwischen 0°C und -4°C wieder wett. Wo kann man schon im Januar im Pullover Skifahren oder nachmittags auf der Terrasse frische Waffeln backen?
So genossen wir also die, zwar aufgrund des Schneemangels etwas eingeschränkten, aber stets sehr gut präparierten und weitestgehend leeren Pisten in großen Schwüngen, machten schöne Spaziergänge & Schlittenfahrten mit den Hunden und ließen uns von "Le Mâitre Stef", unserem Gourmet, kulinarisch wieder einmal in höchsten Zügen verwöhnen.

Ach ja, wir waren in diesem Jahr Annette & Stefan, Anja & Harald, "Lotti, der Schwieger-Tiger", "E-Doc Sonny" und natürlich Henk, Linus, Payden, Neo, Tyra, Ferguson, Sage, Keena & Bracket.


Für alle, die es interessiert, hier ein kleiner Einblick, wie man sich einen beliebigen Tag in unserem Skiurlaub so vorstellen kann (selbstredend handelt es sich nur um ungefähre Zeitangaben, schließlich sind wir ja im Urlaub ;-):

8.00 Uhr "Guten Morgen"!

Harry' s Wecker klingelt - nach einigen Protesten aufgrund dünner Wände und mehrfachem Drücken der "Schlummer-Taste", dem Abwehren scheinbar zahlloser nasser Hundezungen und letztendlicher Kapitulation … gemütliches Aufstehen, erstes Welpen- bzw. Hundelüften, erste Badbelagerungen & erste Vorbereitungen für unser reichhaltiges Frühstück.

8.45 Uhr Morgenspaziergang

... mit den sieben Grossen bei einem Himmel, dessen strahlendes Blau man ansonsten eigentlich nur von gruseligen Kitschpostkarten kennt. Bewaffnet mit ausreichend Roby Dog Tüten (die Höhenluft hat ja bekanntlich Einfluss auf alle möglichen physiologischen Vorgänge) geht es zunächst die Piste hinunter, vorbei an der Etherolla-Talstation und über den Ziehweg in den Ort bis zum Bäcker. Dabei ist natürlich auch die "fremdenverkehrstechnische Relevanz" der sieben vor der Tür abgesetzten Labradors nicht zu unterschätzen! Anschließend folgt ein kleiner Anstieg bis zum Loipenrundweg und von dort geht es dann durch den Zauberwald zurück zum Chalet.

9.30 - 10.30 Uhr "Frühstück!"

Frühstück vom Feinsten: meistens kontinental mit frischem Obstsalat, Müsli, feinsten Wurstwaren & Käsezubereitungen, Mövenpick-Marmeladen, Nutella, Honig, Milchbrötchen, Wurzelbrot, Pain au Chocolat, Capuccino, Espresso & Tee …
… aber zuweilen auch "very british" mit gebratenem "bacon, scrumbled eggs, franconian sausages & white toast…"

10.30 - 11.00 Uhr

Ein kurzes Sonnenbad auf der Veranda, Brainstorming auf dem stillen Örtchen, Fertigmachen für die Piste, kurzes "Hunde-Lüften" … und ab geht's!

11.00 - 14.00 Uhr Skifoarn ...

… ohhhhhh, Skifoarn … ohhhhh, Skifoarn is des Leiberste wos ma' si nur vorstell'n koan …

Dabei gab sich Harald, der "Verräter", auch in diesem Jahr wieder einmal richtig die Kante - speziell die von seinem Snowboard - als er mit seinem Privat-Snowboardlehrer Anthony, der genauso wie Bracket zwar unwahrscheinlich gut aussieht, aber ebenfalls noch etwas wachsen könnte, die Hänge unsicher machte ...

14.00 Uhr Mittagspause

Einkehrschwung ins Chalet, mit anderen Worten endlich wieder ESSEN! Dabei reicht die Bandbreite von frischgebackenen Waffeln & Apfelpfannkuchen über Original Nürnberger Bratwürstchen bis hin zum Capuccino Majestico oder Caotina Royale (mit frischgeschlagenem Schaum aus der "Flontz-Machine") und vielem mehr …


15.00 Uhr

Verschiedene Alternativen wären jetzt denkbar:

nochmals ein paar rasante Abfahrten
Skier tauschen im Genolet, dem ortsansässigen Sportgeschäft
Weicheiern sprich Wunden lecken, schlummern, lesen o.ä.
Fototermin auf dem Sonnen-Plateau oberhalb unseres Chalets

16.30 Uhr

Die Lifte stehen - jetzt geht es entweder mit den Hunden durch den Zauberwald oder mit Hunden & Schlitten auf die Piste. Im letzteren Fall folgt ein halbstündiger, nahezu senkrechter Anstieg um ca. 270 Höhenmeter, bei dem sich Sage & Bracket wie gewohnt abwechselnd als Schlittenhunde nützlich machen.

An der Bergstation des Schleppliftes "Joc", oberhalb von Thyon 2000, angekommen, geht es mit einer Geschwindigkeit von ca. 35 km/h über verschiedene Pisten wieder zurück zum Chalet - Gesamtstrecke knapp 4km (alle technischen Daten frei nach "E-Doc Sonny", unserem homo e-technicus, für den Fall der Fälle mitprotokolliert von seinem tragbaren GPS-Gerät - ohne dass man sich ja in den Weiten der Waliser Täler leicht verlaufen könnte - selbstverständlich wurde unser Chalet als Homebase sicherheitshalber im Gerät fest gespeichert.)

17.15 Uhr

Zurück im Chalet - allgemeine Schaffenspause … ächz …

18.30 Uhr Erste gemeinsame Vorbereitungen für's Abendessen

"Le Maître de Cuisine" empfiehlt heute:
Ingwer-Hühnchen mit gebratenen Möhren in Soja-Jus

Zutaten für sechs Personen:  
1,5 kg Hähnchenbrustfilet 5 große Knoblauchzehen
1,5 kg Bundmöhren 50 ml Weißwein
500 g Mie-Nudeln 50 ml Kikkoman Soja-Sauce
100 g frischer Ingwer Sonnenblumenöl zum Anbraten

 

Zubereitung:
Den geschälten Ingwer und die Knoblauchzehen fein hacken.
Die Möhren schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und scharf anbraten - nach ca. 10 Minuten die Hälfte des gehackten Ingwers zu den nun bei schwächerer Hitze schmorenden Möhren geben, nach weiteren 5 Minuten die Hälfte des Knoblauchs zugeben. Den Knoblauch kurz mitschmoren, dann mit der Hälfte des Weißweins und der Sojasauce ablöschen. Die Möhren bei milder Hitze je nach Geschmack (bevorzugt al dente) weitergaren.
Die Hähnchenbrust im Ganzen kurz, scharf anbraten, dann aus der Pfanne nehmen und in mundgerechte Stücke zerteilen. Die geschnittenen Hähnchenbruststücke zurück in die heiße Pfanne geben und zuerst den restlichen Ingwer, anschließend den verbliebenen Knoblauch zufügen. Unter Schwenken weiter braten bis das Hühnchenfleisch fast gar ist, dann mit der verbliebenen Hälfte des Weißweins und der Sojasauce ablöschen. Mit wenig Salz, weißem Pfeffer und etwas Zucker abschmecken.
Parallel zum Hühnchen die Mie-Nudeln nach Anweisung zubereiten. Die Nudeln mit dem Hühnchen auf dem Teller anrichten und mit etwas fein gehackten Koriander dekorieren.

20.00 Uhr

Averna und/oder Espresso trinken, Süßigkeiten naschen, Spielen, Kaminfeuer genießen, versuchen neben all den Hunden einen Platz auf dem Sofa zu ergattern, fernsehen, lesen, …

23.00 Uhr

Ein letzter kleiner Rundgang mit den Hunden

So vergingen also die ersten zehn Tage mit strahlenden Sonnenschein und dann passierte folgendes: es fing an zu schneien und es schneite und schneite und schneite …

So fielen allein in der letzten Nacht vor unserer Abfahrt 65cm Neuschnee, der nicht nur größere, zeitintensive Grabungsarbeiten zur Wiederinbesitznahme unserer Autos nach sich zog, sondern auch den Abtransport unseres Gepäcks erheblich erschwerte. Aber alles kein Problem, schließlich liegen ja schon einige Jahre Erfahrung in diesen Gefilden hinter uns und der nächste Urlaub ist bereits gebucht - aber vielleicht sollten wir im nächsten Jahr vier Wochen bleiben, damit uns noch etwas Zeit bleibt, uns endlich mal zu erholen:-)))???


 

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