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Grundsätzlich soll der Hund bei der
Grobsuche auf einem natürlichen oder künstlich präparierten
Lawinenfeld zwei verschüttete Personen suchen und anzeigen.
Das Anlegen eines künstlichen Lawinenfeldes
folgt dabei strengen Regeln, so sind beispielsweise die genaue Vergrabetiefe
der Personen (mind. 100cm überdeckt), die Anlage der Eingänge,
die einzuhaltende Wartezeit (min. 20 Min.) und auch die maximale
Suchzeit genau vorgegeben. Des weiteren ist peinlichst genau darauf
zu achten, dass allfällige Spuren der Vergrabemannschaft vor
dem Start gewissenhaft beseitigt werden.
Im Rahmen der Grobsuche hat der HF zunächst
sein theoretisches Grundwissen zum Thema Lawinenhundearbeit unter
Beweis zu stellen. Anschliessend muss er durch das Lösen einer
taktischen Aufgabe, die einer möglichen Unfallsituation gleicht,
den primären Suchenbereich seines Hundes selbst ermitteln.
Die primäre Suchenfläche in der Klasse LawH 3 umfasst
eine Fläche von ca. 9000 m² und der HF erhält 1-2
Anhaltspunkte, die ihm bei der Lösung helfen sollen. Die maximale
Suchzeit beträgt stets 20 Minuten.
Die Punktevergabe richtet sich in der Grobsuche
nach Ausführung und Erfolg.
Im Rahmen der Ausführung werden sowohl
das Verhalten des Hundes und seine Führigkeit, als auch das
Verhalten des HF und die Erfolgszeit bewertet.
Bei der Grobsuche soll sich der Hund einerseits
gut vom HF lösen und andererseits auch auf grosse Distanz noch
lenkbar sein. Fehlerhaft wirken sich vor allem das Überlaufen
von Vergrabestellen und sogenannte Fehlanzeigen aus. Als Fehlanzeigen
gelten dabei alle Anzeigen, die mehr als 5m von einer Vergrabestelle
entfernt ausgeführt und vom HF gemeldet werden.
Der Hund soll den gesamten primären
Suchbereich absuchen, aber im Gegensatz zur Feinsuche wird hier
keine systematische Quersuche verlangt. Im Vordergrund steht vielmehr,
dass sich der Hund einerseits gut vom HF löst, selbstständig
und intensiv sucht, andererseits aber auch seine Führigkeit
dabei erhalten bleibt. Keinesfalls darf der Hund sich jedoch ständig
am HF orientieren oder vom ihm abhängig wirken.
Die wichtigsten Aufgaben des HF sind sich
entsprechend der gelösten taktischen Aufgabe möglichst
logisch zu verhalten, den Wind und die vorgegebenen Anhaltspunkte
zu beachten und dem Hund in angemessenem Abstand zu folgen, sowie
dessen Anzeigen durch Handzeichen zu melden.
Neben dem taktischen Verständnis des
HF, dem Verhalten und der Führigkeit des Hundes und dem Verhalten
des HF während der Suche, gehen zusätzlich noch die Erfolgszeit,
der tatsächliche Erfolg (das Finden beider Personen) und die
Korrektheit der Anzeige in Punktewertung ein.
Der Hund hat ohne Abzug 10 Minuten Zeit
den primären Bereich abzusuchen. Danach verliert er pro angebrochene
halbe Minute jeweils einen Punkt.
Die verschütteten Personen sind durch
selbstständiges Auslösen, intensives Scharren und Verharren
so lange anzuzeigen, bis der Prüfer die Anzeige bestätigt
und der HF bei seinem Hund angelangt ist. Verweisen, Sitzen, Stehen,
Liegen und/oder nur Bellen sind dabei als alleinige Anzeigearten
nicht zulässig - entscheidend ist vielmehr das intensive, unablässige
Scharren des Hundes bis zum Eintreffen des HF, der erst dann seinen
Hund lobend unterstützen darf. Der Hund darf sich bei der Anzeige
niemals weiter als 5 Meter von der Vergrabestelle entfernen.
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