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11. November 2006: St. John's Retriever Prüfung
(SRP) in Derching
| Am 11. November fand bei Derching im Raum
Augsburg die zweite von der LG Süd ausgerichtete SRP statt. Nach
stilvoller Einstimmung durch eine siebenköpfige Bläsergruppe
und kurzer Begrüssung der V1 der LG Dr. Elisabeth Christoph,
folgte die Vorstellung der Richter. |

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Laut der
Präambel ist die SRP " ... eine retrieverspezifische Leistungsprüfung
im Sinne einer Prüfung nach dem Schuss. ... Das Ziel dieser
Prüfung ist es, die Hunde herauszustellen, welche eine sehr
gute Befähigung haben, geschossenes Wild zu finden und mit
weichem Maul zu apportieren. Um eine derartige Beurteilung der Hunde
möglich zu machen und um den hohen Anforderungen dieser Spezialprüfung
gerecht zu werden, ist es notwendig, die Aufgaben möglichst
jagdnah zu gestalten."
Wahrlich
ein hoher Anspruch an die Richter, scheint doch der Begriff der
"jagdnahen Aufgaben" in letzter Zeit die eine oder andere
sehr "moderne" Auslegung erfahren zu haben. In diesem
Falle jedoch bürgte das erfahrene Richterteam, bestehend aus
Dr. Adolf Schwab, Conny Wunder und Jörg Mente, für eine
sehr gute Fachkompetenz und so erwarteten die sieben angetretenen
Gespanne sieben - im wahrsten Sinne - jagdnahe Aufgaben im Wald,
am Wasser und im Feld. Dabei fanden unter steter Berücksichtigung
typischer Jagdsituationen und reeller Arbeitsentfernungen, sowie
erfahrener Einschätzung und Ausnutzung etwaiger Geländeherausforderungen
alle denkbaren Elemente von Einzel- über Doppelmarkierungen
bis hin zum Einweisen, Verleitungen, Drives, einem
Walk Up und einer Suche ihren Niederschlag.
Das die SRP
als jagdliche Eliteprüfung nach wie vor auch einen großen
Reiz auf Zuschauer ausübt, zeigte sich an der beträchtlichen
Anzahl Interessierter, die Dank der aufmerksamen Richter auch stets
die Möglichkeit bekamen, das Geschehen aus nächster Nähe
mitverfolgen zu können.
Auch wenn
die Wetterbedingungen sich ab Mittag sehr verschlechterten, war
es eine rundum gelungene Prüfung, deren reibungsloser und perfekt
organisierter Ablauf - angefangen beim tadelosem Prüfungswild
bis hin zur liebevollen Verpflegung aller Beteiligten - vor allem
der Sonderleiterin Doris Hoffmann und nicht zuletzt ihren vielen
versierten Helfern zu verdanken ist.
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Nicht zu vergessen ist auch ein besonderer Dank an den Revierinhaber,
denn es ist sicher keine Selbstverständlichkeit ein Revier
inmitten der Jagdzeit für die Durchführung einer Hundeprüfung
zur Verfügung zu stellen.
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| Aufgabe 1 - Drive im Wald |
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Eine Schützen- und Treiberlinie durchkämmte
hangabwärts eine ehemalige Rodungsfläche mit Fichten-Bürstenwuchs
und höherem Altgras. Drei bzw. vier Gespanne standen ausserhalb
des Treibens oben am Hang mit freier Sicht auf das Treiben. Anschließend
wurden abwechselnd jeweils zwei Hunde gleichzeitig
zur Suche geschickt, wobei jeder Hund zwei Stücke bringen sollte,
die in einer Entfernung zwischen 10 und 50m ausgelegt worden waren.
Schwierigkeiten:
anspruchsvoller, sehr dichter, teils dorniger Bewuchs; aufgrund
der geringen Morgentemperaturen (minus 1° C) schwierige Witterungsbedingungen.
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Aufgabe 2 - Blind im Wald
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Anschließend an das Treiben sollte
jedes ein-zelne Gespann vom gleichen Startpunkt aus, einen am Ende
des Treibens "beschossenen" Fasan als Blindarbeiten, der
weit "abgestrichen" und jenseits des Suchengeländes
am Gegen-hang in ca. 100 m Entfernung gelandet war.
Schwierigkeit:
das Durchqueren des vorher durchgearbeiteten Suchengeländes,
in dem der Hund sehr leicht wieder in eine freie Suche übergehen
und dabei schnell außer Sicht geraten konnte.
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Aufgabe 3 - Blind am Wasser mit Verleitungsmarkierung
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Zwei Gespanne standen unangeleint nebeneinander
am Ufer eines Sees. Während das eine Gespann hinter einer Art
natürlicher "Entenblende" ohne Sicht auf das Wasser
verharren musste, sollte der andere Hund ein Blind in ca. 40m Entfernung
am gegenüberliegenden Ufer einer ca. 10m breiten Landzunge
arbeiten. Nachdem der Hund ca. zwei Drittel der Strecke geschwommen
war, wurde am diesseitigen Ufer eine weitere Ente "geschossen",
die rechts ins offene Wasser fiel und nur von der Position des schwimmenden
Hundes aus zu sehen war. Der Hund sollte erst das Blind und dann
die (Verleitungs)-Markierung arbeiten. Anschließend rückte
zweite Hund nach, während der nächste Hund hinter der
"Blende" warten musste.
Schwierigkeiten:
aufgrund des starken auflandigen Windes fiel es einigen Hunden schwer
die Linie zum Blind zu halten; der HF hatte aufgrund des dichten
Bewuchses keinerlei Möglichkeiten dem Hund beim Arbeiten der
Markierung zu helfen.
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Aufgabe 4 - Einweisen über
Wasser ins Suchengebiet
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Das Gespann stand einzeln am gleichen Startplatz
wie zuvor. Dieses Mal fiel in 30m Entfernung auf der gegen- überliegenden
Seite der Landzunge ein Schuss. Der Schütze war nicht sichtbar
und das Aufplatschen der Ente war aufgrund des starken Windes nicht
hörbar.
Schwierigkeiten:
Die Ente fiel auf der anderen Seite der Landzunge ins Wasser; der
Winkel zum vorherigen Blind betrug nur ca. 30° und der Hund
geriet auf der Landzunge aufgrund des Bewuchses sofort außer
Sicht.
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Aufgabe 5 - Walk
Up
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Zwei Gespanne liefen jeweils rechts und
links eines Richters in der Line auf einem Weg. An den Außenseiten
der Line liefen jeweils ein Flintenschütze und ein Treiber.
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Die restlichen Gespanne folgten unangeleint
in ca. 5m Entfernung und flankiert von den anderen beiden Richtern.
Auf Zeichen des Richters fiel für den jeweils rechten Hund
in der Line eine Doppelmarkierung in Flintenschußentfernung
(ca. 40m).
Schwierigkeit:
anspruchsvolles, hügeliges Gelände mit vielen Geländewechseln,
teilweise hüfthohes Altgras, viele Brennnesselinseln.
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Aufgabe 6 - Kleiner Drive mit zwei Markierungen
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Ein Plateau oberhalb eines mit hohem Altgras
und Brennnesseln bewachsenen ca. 10m hohen Steilhanges wurde durchtrieben.
Jeweils zwei Gespanne standen mit den beiden Schützen und den
Richtern ca. 30m vor dem Steilhang auf einer Wiese. Eine Markierung
fiel auf dem Plateau hinter die Hangkante, die andere hinter den
Gespannen im Bereich zweier Feldgehölze auf ca. 70m Entfernung.
Der rechte Hund arbeitete zuerst die Markierung auf dem Damm. Sobald
er die Hangkante erreicht hatte, sollte der linke Hund auf die hintere
Markierung geschickt werden. Anschließend wurden die Positionen
getauscht.
Schwierigkeit:
bei der Markierung auf dem Plateau war die Tiefe der Markierung
sehr schwer einzuschätzen; die hintere Markierung fiel direkt
an den Rand eines "einladenden" Feldgehölzes.
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Aufgabe 7 - Single Mark
über einen Graben |
| Das Gespann stand ca. 100m von
einem ca. 4m breiten Graben entfernt, der jedoch von dort aus nicht
erkenn-bar war. Schütze und Werfer standen direkt am Graben.
Eine Einzelmarkie-rung fiel diagonal über den Graben hinter einen
Altgrasstreifen auf eine Wiese. |
| Schwierigkeit:
Der 4m breite Graben, der teilweise Schwimmtiefe hatte, musste vom
Hund diagonal im spitzen Winkel durchquert werden. Aufgrund des starken
Rückenwindes musste der Hund über das Stück hinausgehen,
um in den Wind zu kommen. |
Die Ergebnisse
| Rang |
Punkte |
Hund |
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Führer/-in |
| v1 & CACT |
68/70 |
Gunsight's Bracket |
L |
R |
Anja Möller |
| v2 |
64/70 |
Warpersmoss Truman |
G |
R |
Jörg Brach |
| v3 |
63/70 |
Enya vom Keien Fenn |
L |
H |
Dr. Leni Niehof-Oellers |
| Sg |
55/70 |
Aragon Umbra Fida |
FC |
R |
Martin Kuse |
| G |
44/70 |
Grit vom Lechtoller
Nest |
T |
H |
Thomas Hoffmann |
| Leider konnten zwei ansonsten gute Gespanne
aufgrund eines zweimaligen schweren Fehlers die Prüfung dieses
Mal nicht bestehen. |
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