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The Early Labradors
Die Geschichte der ersten
Labradors in England
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Die Zwinger Malmesbury
und Buccleuch
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Der Ehrenplatz in der Geschichte der Labradors
gebührt unzweifelhaft den Zwingern der Earls of Malmesbury
und der Dukes of Buccleuch.
Wann genau der 2. Earl of Malmesbury seinen
ersten "Labrador" über den Seehandel zwischen Neufundland
und Poole Harbour bekam, ist nicht bekannt, aber in seinen umfangreichen
Jagdtagebüchern berichtete er erstmals 1809 über eine
Jagdbegebenheit mit einem Labrador.
Der 2. Earl of Malmesbury gilt als Begründer
der Labrador-Reinzucht in England.
Der 5. Duke of Buccleuch brachte, zusammen
mit seinem Bruder Lord John Scott, Sir Richard Graham und dem 10.
Earl of Home den Labrador nach Schottland und begründete dort
die berühmte "Buccleuch"-Zuchtlinie.
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In allen Ahnentafeln
der Labradors des Hon. Arthur Holland Hibbert (des späteren Lord
Knutsford), des ersten Präsidenten des englischen Labrador Retriever
Clubs, sowie auch in den Ahnentafeln vieler anderer wohlsituierter
Gönner, die den Labrador schon damals in ihr Herz geschlossen
hatten, fanden sich Hunde, die aus diesen beiden Zwingern stammten.
Tatsächlich war Lord Knutsfords erste Labrador-Hündin "Sybil"
(*1884) eine Ur-Ur-Grosstochter einer Hündin des 5. Duke of Buccleuch.
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| Lord Knutsford mit einigen
seiner "Munden"-Labradors |
Colonel P. Hawker
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Colonel P. Hawker war als einer der herausragendsten
Schützen und Jäger seiner Zeit bekannt. Er besass einen
Schoner mit dem er die Strecke zwischen Poole und Neufundland befuhr.
In seinem 1814 erstmals erschienenen Buch "Instructions to
Young Sportsman" schrieb er:
"(The Labrador is) by far the best for every kind of shooting,
is oftener black than of another colour, and scarcely bigger than
a pointer. He is made rather long in the head and nose; pretty deep
in the chest; very fine in legs; has short or smooth hair; does
not carry his tail so much curled as the other; and is extremely
quick and active in running, swimming or fighting. ... The St. John's
breed of these dogs is chiefly used on the native coast by fishermen.
Their sense of smelling is scarcely to be credited. Their discrimination
of scent, in following a wounded pheasant through a whole covert
full of game, or a pinioned wild fowl through a furze brake, or
warren of rabbits, appears almost impossible..."
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Die Earls of Malmesbury und ihre Hunde
| Der 2. Earl of Malmesbury (1778-1841)
brachte die importierten Hunde zu seinem, nur wenige Meilen von Poole
entfernten Familiensitz "Heron Court". Er begründete
den ersten Labrador-Zwinger und bewahrte ihre reine Weiterzucht bis
zu seinem Tod. Auch sein Nachfolger, der 3. Earl of Malmesbury (1807-1889),
setzte die Importe der Hunde fort und züchtete mit ihnen weiter. |
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Links: Heron Court, Familiensitz
der Malmesburys |
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1887 schrieb er in einem Brief an den 6.
Duke of Buccleuch:
"We always call mine Labrador dogs
and I have kept the breed as pure as I could from the first I had
from Poole ... The real breed may be known by their having a close
coat which turns the water off like oil and, above all a tail like
an otter."
Erst in dieser Zeit wurde der Name "Labrador" allgemein
gebräulich.
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2nd Earl of Malmesbury
(1778-1841) |
3rd Earl of Malmesbury
(1807-1889) |
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Lord Malmesbury's Hunde wurden auf diese
Weise beschrieben:
"Small, compact and very active; their
coatswere short, thick and smooth with sometimes a brown tinge at
certain seasons. The eyesof most were in colour, something like
burnt sugar. Their heads, which were not big, were broad and the
skull shapely and not long in muzzle. Their bright countenances
denoted their sweet tempers and high courage."
Weiterhin wurde auch folgendes aufgezeichnet:
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| "The 6th Duke
of Buccleuch and the 12th Earl of Home spent some Winters at Bournemouth
in the early 1880's and were amazed, when shooting at Heron Court
at the work of Lord Malmesbury's dogs, especially in water. Lord Malmesbury
gave them some of his breed. When (the first dog) Ned (Malmesbury's
Sweep ex M. june, 1882) arrived at Langholm Lodge, he proved himself
of a different category to any of the other dogs there. Whereas Avon
(Malmesbury's Tramp ex M. Juno, 1885) was even better than Ned. All
the Buccleuch breed trace back to these two dogs." |
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| Buccleuch's Avon (1885) |
Lord George Scott
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1888 übernahm Lord George Scott, der
jüngere Sohn des 6. Dukes, die Zucht der Buccleuch-Labradors.
In dieser Zeit gab es ca. 60 Gamekeeper
auf seinen verschiedenen Gütern, die aufgrund des bereits stabilen
Zuchtlinie der Buccleuch-Labradors innerhalb weniger Jahren mit
einem oder mehreren Hunden versehen waren. Die Gamekeeper waren
sowohl für die Versorgung, als auch für die Ausbildung
der Hunde zuständig, während die Zuchtplanung allein Lord
George oblag.
Lord George verkaufte offiziell niemals
einen seiner Hunde, er gab aber einige von ihnen an Verwandte oder
Freunde weiter.
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| Lord George Scott |
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In den 80ziger Jahren des 19.Jahrhunderts
wurde der Handel zwischen England und Neufundland beendet und mit
ihm endete auch der Import der Labradors aus Neufundland. Zu dieser
Zeit entschieden 135 Distrikte Neufundlands die Hundehaltung zugunsten
einer Intensivierung der Schafzucht einzuschränken. Um dies
zu erreichen führte die Regierung eine Steuer für Hunde
ein, die sich vor allem auf die weiblichen Tiere bezog und letztendlich
zur Folge hatte, dass nahezu der gesamte weibliche Nachwuchs direkt
nach der Geburt getötet wurde. Damit wurde die Zucht der Hunde
auf der Insel beinahe völlig zerstört.
Glücklicherweise wurden in den 30iger
Jahren des 20.Jhdts noch einige Hunde alter Zuchtlinien in sehr
entlegenen Gebieten Neufundlands gefunden und fünf dieser Hunde
wurden nach Schottland gebracht.
Weiterhin erschwerte auch das 1895 eingeführte
englische Quarantäne-Gesetz die weitere Einfuhr von Hunden
auf die Britischen Inseln.
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Eine Gruppe von "Buccleuch"-Labradors
| Leider brachte der erste Weltkrieg auch
den drastischen Rückgang des erfolgreichen "Buccleuch"-Kennels
mit sich. Später als Lord George starb, musste schliesslich "fremdes"
Blut eingebracht werden, um die Linie noch erhalten zu können. |
Das Erbe von "Sweep"
und "Tramp"
| Der Zwinger der
Earls of Malmesbury wurde im frühen 19. Jahrhundert gegründet
und beinahe 100 Jahre lang weitergeführt. Wie gross der Einfluss
der Malmesbury Labradors, vor allem der von "Sweep" und
"Tramp", auf die Zucht war, zeigen die alten Ahnentafeln
vieler Labradors sehr deutlich. |
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| Munden Sentry |
FTCh. Flapper |
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So stammten aus der von "Tramp"
begründeten Zuchtlinie berühmte Hunde wie "Munden
Sentry" und "Munden Single", "FTCh. Peter of
Faskally", "FTCh. Tag of Whitmore" und "Dual
Ch. Banchory Bolo". Aus der Linie von "Sweep" stammte
der legendäre "FTCh. Flapper".
Unglücklicherweise endete die direkte
Nachzucht der importierten Hunde mit dem ersten Weltkrieg.
Es ist vor allem der umsichtigen, engagierten
Einfuhr und der Zuchtbemühungen des Malmesbury- und des Buccleuch-Zwingers,
sowie des Zwingers der Radclyffe Familie ("Zelstone"),
in den frühesten Tagen der Zuchtgeschichte zu verdanken, dass
sich die Blutlinien der reingezüchteten Labradors in England
etablieren konnten.
Deshalb gebührt ihnen und auch allen
anderen, die wie sie, von Anfang an die besonderen Qualtitäten
der Labradors erkannten und mit ihrer Weiterzucht allen ihnen nachfolgenden
Liebhabern der Rasse ein reichhaltiges Erbe weitergaben, eine tiefe
Schuld an Dankbarkeit.
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